Herzlich willkommen

… in der Philippus-Gemeinde! Sie kennen unsere Gemeinde noch nicht oder waren bereits bei uns zu Gast und wollen nun mehr über uns wissen? Dann sind Sie herzlich eingeladen, auf diesen Seiten mehr über uns, unsere Angebote und das, was uns bewegt, zu erfahren. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Pastor Edwin Schulz. Oder kommen Sie einfach vorbei! Sprechzeiten sind mittwochs 10–12 Uhr und freitags 17–19 Uhr.

Nächster Gottesdienst

 

am 02.10.2016 um 10.30 Uhr

 

mit Abendmahl

 

 

Die Predigt hält Harald Sommerfeld, die Gottesdienstleitung hat Miriam Schaupp.

Aktueller Hinweis: Von Zeit zu Zeit werden alte Predigten, die nur auf Kassette zur Verfügung standen, digitalisiert und zum Download zur Verfügung gestellt. Hier nun die erste vom 15.08.1993: Fred Klinger zum Thema Demut.Zeitlich und inhaltlich davor gehört die Predigt über Stolz vom 13.06.1993, ebenfalls von Fred Klinger. Leider ist sie nicht vollständig erhalten: Stolz.

Fred Klinger am 20.02.1994 zum Thema Glaube hat auch etwas mit Leid zu tun.

Fred Klinger am 20.02.1994 zum Thema Christ und Genuss.

Fred Klinger am 20.02.1994 zum Thema Man gönnt sich ja sonst nichts.

Fred Klinger am 14.07.2002 zum Thema Aufbruch im Glauben zu einer neuen Heimat.


ACHTUNG! Leider ist die Domain PG-BIELEFELD.DE derzeit einigen Spam-Angriffen ausgesetzt. Sollten Sie derzeit sonderbare Mails bekommen, die angeblich von unserer Domain aus gesendet wurden, bitten wir Sie, diese nicht zu öffnen, sondern zu löschen. Weiter entschuldigen wir uns für derartige Mails in unserem Namen und distanzieren uns von deren Inhalt. Mit freundlichem Gruß, Administration PG-Bielefeld.de


 

Aktuelle Veranstaltungen:

 

An ornate clock with the words Time to Pray on its face

 

Gemeindegebet:

 

 

 

Sonntag, 25.09.2016, um 10.00 Uhr und um 19.30 Uhr

 

 

 


online-banner_fullsize

Der neue Alpha-Kurs startet ab 14.09.2016.

 

Nähere Informationen.


BibelabendeErsterKorintherHP

 

 

Bibelabend zum 1. Korintherbrief

 

am 28.09.2016 um 19.30 Uhr

 

 

 

 

 

Weitere Termine.


 

MVEcht11-13112016

Mitarbeiterkonferenz des Mülheimer Verbandes

 

vom 11 – 13.11.2016 in Mülheim

 

Nähere Informationen.

 

 


 

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Gospelworkshop & Konzert

 

mit Micha Keding & Team

 

vom 18. – 20.11.2016

 

 

Nähere Informationen.


 

Weitere Veranstaltungen in der aktuellen Terminübersicht (unter „Downloads“)

 


 

Leben ist mehr als ein Unfall

Teilnehmerbericht über den Marsch für das Leben am 19.09.2015

 

Schon die Anreise nach Berlin bot ihre Hindernisse. Ein schwerer Unfall blockierte die freie Fahrt, womit die Chance endgültig schwand die Eröffnungskundgebung des Marsches für das Leben noch rechtzeitig zu erreichen. Ein Aufgebot an Polizei, Feuerwehr und Rettungshubschrauber war im Einsatz, zur Rettung des Lebens. Alle Hebel schienen in Bewegung gesetzt. Und das war und ist gut so. Leben ist wertvoll und verdient in Notsituationen seine vollste Aufmerksamkeit. Leben ist mehr als ein Unfall. Dies gilt auch für den Schutz der Ungeborenen.

Geraume Zeit später fand ich mich in einer bunten Menschenmenge vor dem Bundeskanzleramt wieder. Die Kundgebung hatte bereits begonnen. Mehr als 7000 Teilnehmer setzten ein Zeichen gegen die Tötung im Mutterleib, ein Zeichen gegen Euthanasie und folgten damit der Einladung des „Bundesverbandes Lebensrecht e.V.“ (BVL).

Nach einem stillen Gedenken an die Getöteten folgten zahlreiche ermutigende Grußworte. Abgeordnete des deutschen Bundestages und des Europaparlamentes, zahlreiche katholische Bischöfe sowie die Anteilnahme syrischer und koptischer Christen und nicht zuletzt ein Segensgruß Papstes Franziskus erreichten die Teilnehmenden. Mit lauten Beifall und einem Dank an Rom für den Rückenwind, wurden die Grüße quittiert. Selbst Benedikt der XVI ließ es sich nicht nehmen und versprach im Gebet den „Marsch“ zu begleiten.

Nach diversen Lebensberichten Betroffener und musikalischen Beiträgen trat zuletzt Martin Lohmann, Vorsitzender des BVL, vor das Mikrofon und klärte deutlich die Fronten. „Es gibt kein gutes Töten“, so sein Tenor. Das Anliegen aller Lebensschützer muss es sein, diese Botschaft friedlich in die Gesellschaft zu tragen. Es sei kein Platz für Extremisten und Fundamentalisten. „Wir haben etwas gegen rot lackierte Braune und braun lackierte Rote“, so der Redner weiter. Der Marsch für das Leben sei ein Marsch für Flüchtlinge, für alte Menschen und Ungeborene, die leben wollen. Eine Gesellschaft darf nicht zusehen, wie Fliehende in überfüllten Booten ertrinken, alternde Menschen Angst vor dem Alter und Ungeborene kein Recht auf Leben haben. „Verzweiflung darf kein Grund zum Töten sein“ und die Gesellschaft benötige ein schlichtes und ehrliches „Ja“ zum Leben. Angesichts des Widerstandes durch Gegendemonstranten der vergangenen Jahre wies Lohmann darauf hin, dass die Blockierung des Demonstrationsrechtes ein undemokratischer Akt sei. Es gelte somit entschieden für die Meinungsfreiheit zu einzutreten.

Mit politischen Appellen wandte er sich in Richtung Bundeskanzleramt, von dem Touristen aus ihre Fotos machten. „Frau Merkel, helfen sie, dass die Meinungsfreiheit nicht vor die Hunde geht“. In der Politik müsse ein Umdenken stattfinden. „Wo“, seine rhetorische Frage, die starken Beifall erntete, „ist das Eintreten der Grünen für das Leben? Beim menschlichen Leben ist Sendepause“.

Unter großangelegtem Polizeiaufgebot setzte sich der Marsch für das Leben schließlich in Bewegung. Im Gegensatz zum Vorjahr war es der Exekutive gelungen die Gegendemonstranten weiträumig von der Kundgebung fernzuhalten. Während zu Beginn des Demonstrationszuges nur vereinzelte Gegner des Lebensschutzes zu hören und sehen waren, stockte der Marsch auf dem Boulevard unter den Linden aufgrund einer Sitzblockade der Linksautonomen. Die Teilnehmer indes wurden stetig und lautstark mit den üblichen Parolen und Hasstiraden traktiert. Unzählige weiße Gedenkkreuze und Schilder mit den Aufschriften „Kein Tod auf Rezept“, „Echte Männer stehen zu ihren Kindern“ standen dem entgegen. Ruhig und gelassen zog der Marsch nach etlichen Blockadepausen weiter, seinem Ziel entgegen.

In ein konstruktives Gespräch mit den Gegendemonstranten zu kommen erwies sich als schwierig. „Das hier ist Scheiße und eine Frechheit“ waren zumeist die schroffen und knappen Antworten. Erfreulicherweise zeigten sich später zwei der Aktivisten bereit sich auf einen Diskurs einzulassen. „Die hier vertreten doch Mittelalterinhalte und sind reaktionär“, führte der befragte Autonome aus und erörterte, dass „Tierschutz sehr viel wichtiger ist“. Mit deutlicher Abscheu beobachteten er und sein Kumpan dabei die sogenannten „ verblendeten Zombies“, die in Horden an ihnen vorbeizogen. Zur Nachfrage, wie es mit dem demokratischen Grundverständnis stehe, zitierte er bilderbuchträchtig, er sei Anarchist, also ein Anhänger des politischen und wirtschaftlichen Chaos. Es folgten auswendig gelernte Zitate à la „Religion ist Opium für das Volk“, welche nicht zu überzeugen vermochten.

Während es auf dem Boulevard weiterhin stockte, spiegelte sich die Sonne kreuzförmig im aufragenden Fernsehturm. Ein Teilnehmer verriet mir, dass dieser Umstand schon zu Zeiten der DDR ein Ärgernis für die Unrechtstaatler gewesen sei. Alle Bemühungen die Lichtreflexe zu verändern oder zu beseitigen seien jedoch gescheitert. Für den Marsch für das Leben schien es wie ein Zeichen des himmlischen Beistandes über der Prozession zu stehen.

Unter den Teilnehmenden selbst herrschte trotz der widrigen Umstände eine stoische Gelassenheit. Miro, ein weißes Kreuz vor sich her tragend, erklärte, er wolle hier ein Zeichen für seine Kinder setzten. „Ich bin gläubiger Katholik“ so der Berliner. Wolfgang, ein Herr älteren Semesters aus Bielefeld war das erste Mal dabei. „Ich habe mich gefragt, was ich als Christ in dieser Gesellschaft mit Ihrer Lebensfeindlichkeit und ihrem Gender-Irrsinn zu tun habe?“ Mit seiner Teilnahme wolle er nun seinen politischen Überzeugungen Ausdruck verleihen.

Die Pfeifkonzerte und Beschimpfungen schließlich hinter sich gelassen, versammelte sich die Menge mit stark zeitlicher Verzögerung zwischen Berliner Dom und altem Museum. Ersterer hatte seine Türen zum wiederholten Mal für die Marschteilnehmer verschlossen. Während der Abschlussgottesdienst gefeiert wurde erklangen seine Glocken und übertönten passgenau die Predigt des Weihbischofs Thomas Maria Renz. Dieser Umstand angesichts der ungewöhnlichen Uhrzeit sorgte unter mehreren Teilnehmenden für Spekulationen, ob es sich hier um ein bewusstes Statement von Seiten der „Domherren“ handelte. Zuletzt vermochte auch der Regen die Stimmung nicht zu trüben. Mit dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ endete der Marsch für das Leben 2015 mit sichtlichem Erfolg. An die 900 Polizisten sorgten während der Veranstaltung für Schutz und Sicherheit der Demonstranten und nahmen laut Angaben des Polizeisprechers 28 Personen fest, wobei 14 Beamte verletzt wurden.

Mirko Steinkamp